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EBG ehrte Dr. Konrad Adenauer

Heftiger Regen überschüttet den Europagarten des Europäischen Bildungswerkes für Beruf und Gesellschaft gGmbH (EBG) in Magdeburg Alt Westerhüsen am 9. April, als Konrad Adenauer, Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers, einen Lebensbaum für seinen Großvater gepflanzt hat. Mit dem Blauglockenbaum würdigte das EBG die Verdienste Adenauers, die er sich um die europäische Einigung erworben hat.

 

Adenauer

 

In einer emotionalen Rede bei strömendem Regen berichtete Konrad Adenauer (vorn, 2.v.r.) vom grünen Engagement seines Großvaters. Zu den interessierten Zuhörern zählten Dieter Steinecke, der Präsident des Landtages von Sachsen-Anhalt (vorn, 4. v. r.), der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Erhard Jauck (vorn, 3. v. r.) und Dr. Bernhard Beckmann, Geschäftsführer des EBG (r.).

 

In einer Laudatio hob der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Erhard Jauck, hervor, dass sich „Adenauers langes, wirkmächtiges Leben…über vier Epochen wechselvoller deutscher Geschichte“ spannte, in denen er sich als „realistischer Visionär“ erwies, „dessen beharrliches Festhalten am Dreiklang von Frieden, Freiheit und Einheit weit über seine Lebenszeit hinaus wirkte.“ In der Zeit des Nationalsozialismus zeigte er große Zivilcourage, als er sich, damals schon Kölner Oberbürgermeister, bis zu seiner Amtsenthebung gegen die braune Machtergreifung am 13. März 1933 zur Wehr setzte. Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957, der Schaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Aussöhnung mit Frankreich schuf Konrad Adenauer wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung der Europäischen Union.
Enkel Konrad Adenauer hatte zuvor in seiner emotionalen Rede nach der Pflanzung betont, dass sein Großvater nicht nur den Blauglockenbaum sehr mochte, sondern Bäumen insgesamt sehr zugetan war. Während seiner Amtszeit als Kölner Oberbürgermeister sei auf seine Veranlassung hin ein grüner Ring mit Bäumen um die Stadt gepflanzt worden. Interessiert besichtigte Konrad Adenauer die anderen schon existierenden Lebensbäume im Europagarten, darunter den von Prof. Dr. hc. mult. Hans-Dietrich Genscher, den der frühere Vizekanzler und Außenminister am 4. November 2006 nur wenige Meter entfernt vom Blauglockenbaum des früheren Bundeskanzlers gepflanzt hatte.
Dieter Steinecke, der Präsident des Landtages von Sachsen-Anhalt, ließ es sich bei der damaligen wie auch der jüngsten Baumpflanzung nicht nehmen, die Gäste der Veranstaltung persönlich zu begrüßen. Ihn freue es besonders, so Dieter Steinecke, dass Magdeburg nunmehr nicht nur einen Adenauer-Platz, sondern auch einen Adenauerbaum habe.
Der Ehrenpräsident des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger (EVBB) und Begründer der Adalbert-Kitsche-Stiftung, Dr. Adalbert Kitsche, dankte den Ehrengästen für ihr Engagement und ehrte Dr. Konrad Adenauer, Erhard Jauck und Dieter Steinecke mit einer Reproduktion des Gemäldes „Aufbruch in ein neues Europa“ vom tschechoslowakischen Künstlers Ladislav Dryak.
Viele weitere Werke Dryaks konnten die Gäste der Veranstaltung bei einem Rundgang  durch das Europäische Bildungs- und Kulturforum des EBG bewundern. Der Maler stellt u. a. im Comenius-Seminar den "Don Quichote-Zyklus" aus. Viel Interesse fanden auch die Kunstobjekte "EUROFUSION" von Klaus Gehlen und "Gebeugtes Kreuz" von Gert Bayer.
Der Europagarten befindet sich auf dem Gelände des Bildungszentrums des ehemaligen Chemieunternehmens Fabrik Fahlberg-List. Das EBG hatte das Objekt 1994 übernommen und zu einer europäischen Bildungs- und Kulturstätte ausgebaut. Inzwischen hat sich der Standort als Bildungszentrum für den kaufmännisch-gewerblichen Bereich, mit dem Fachbereich Sprachen und mit Trainingswerkstätten für die Ausbildung in Metall- und kaufmännischen Berufen sowie mit einer Bildungsherberge profiliert.


Text und Fotos: Harald Mühle

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